Linkbuilding – Abstrafung von Google

Unnatürliches und aggressives Linkbuilding kann die eigene Webseite nachhaltig schaden. In einen Versuch der über 6 Wochen lief, haben wir erkannt wie schnell Google auffällige Webseiten aus den Suchergebnissen verbannt. Es reicht hierfür schon ein einziges Signal um die kompletten Backlinks zu entwerten und die Domain nach hinten durchzureichen.

Google Analytics - Traffic Verlust durch falsches Linkbuilding

Linkbuilding ist für jede Webseite von großer Bedeutung.

Google wertet die Anzahl der eingehenden Links als wichtiges Rankingsignal. Somit ist jeder Webmaster bemüht möglichst viele Links auf seine Webseite zu bekommen. Es hat sich auch herumgesprochen das ein „natürliches“ Linkwachstum von nöten ist um einfach unter dem Radar es Algorithmus zu bleiben. Wobei es das „natürliche Linkwachstum“ im wörtlichen Sinne nicht gibt. Wenn man Links künstlich produziert, dann kann es nicht mehr „natürlich“ sein.  Aber es ist möglich dass es zumindest  so aussehen kann.

Es gibt zum Beispiel die verschiedensten Untersuchungen bezüglich der wechselnden Anchor-Texte bzw. Linkziele welche genutzt werden sollten. Das ständige verlinken mit einem (Money)-Keywords kann nachhaltige Rankingprobleme nach sich ziehen. Hierzu gibt es einen sehr guten Beitrag von Cemper Online.

Uns hat interessiert wie sich Google verhält, wenn zwar wechselnde Keywords und Ziele genutzt werden aber immer aus den gleichen Linkquellen. Als Linkquelle bezeichnen wir Blogs, Foren, Web 2.0 Profile oder auch Artikelverzeichnisse. Für unseren Versuch haben wir uns mit Foren beschäftigt, da diese Methode bei den meisten SEO’s am häufigsten vertreten ist.

Versuchsanordnung:

Alter: Domain aus dem Jahre 2001 (ständig zu dem Thema online)

Thema: Umkämpftes Moneykeyword mit gefühlten 200.000 Konkurrenten.

Ranking:5 Keywords in den Top 10

Umstz: Der Umsatz liegt bei ca. 1500 Euro im Monat für die Domain

Anchortext:  50% URL (verschieden Schreibweise), 20 % Non-Keyword, 30% Moneykeyword mit Kombination

Links: Täglich 2 Links aus Foren (aus dem Content, Signatur, etc.)

Anfänglich hatten wir ein Linkbuilding gewählt welches sich über alle bekannten Kanäle erstreckte (ca. 7 Linkquellen). Die anvisierten Keywords stiegen von Position 50 in die Top 10 der Suchergebnis von Google (siehe Sistrix Sichtbarkeitsindex). Nachdem die Domain dort für 8 Monate verweilte, haben wir dann die Versuchsreihe am 01.07.2010 gestartet.

 

Linksbuilding - Sichtbarkeitsindex

 

Anstatt weiterhin alle Linkkanäle zu nutzen beschränkten wir uns nur noch auf Foren (Sorry liebe Betreiber). Die Anzahl der Links (2 Stück am Tag) und die wechselnden Anchortexte wurden nicht verändert. Es dauerte nur 3 Wochen bis sich der erste Effekt abzeichnet.

Sistrix hat am 26.07.2010 einen Abfall von 1,15 auf 0,9 verzeichnet.  Ab dem 23.08 ging es dann nochmals für 3 Wochen stark nach unten (von 0,88 auf 0,62). Der Todesstoß von Google erfolgte dann, nach einer kurzen Erholungsphase, am 18.10 mit der Verbannung aller Money-Keywords aus den Top 20. Das Hauptkeyword wurde um 90 Plätze nach hinten durchgereicht. 

Fazit zum Linkbuilding:

 

Google kann sehr schnell erkennen und auswerten wie ein natürliches Linkwachstum aussieht. Besonders schnell wird bei Keywords reagiert welche finanziell sehr interessant sind. Analysiert man Webseiten welche ähnlichen Linkstrategien verfolgen sind ähnliche Probleme festzustellen. Grundsätzlich ist es irrelevant welche Linkquellen als einzige genutzt wird. Es ist in jedenfall schädlich. Die gesunde Mischung macht es, denn unsere Parallelprojekte, welche diese Mischung erfahren haben keinerlei solcher Probleme.